Gründerin | Huang Mei

Dr. Huang Mei ist die Gründerin von 720°+ MMAE (Moving Meditation Art Experience), einem internationalen Kunstraum.

Ihre künstlerische Praxis beginnt bei der körperlichen Erfahrung und verbindet zeitgenössische Kunst, Meditation und gesellschaftliche Fragestellungen.
Im Zentrum steht die Frage, wie Kunst im realen Leben wirksam wird und wie sie mit dem individuellen Zustand des Seins in Beziehung tritt.

MY story

Lebenserfahrung & künstlerischer Kern

Was immer das Schicksal ihr schenkt, entscheidet sie sich, es anzunehmen und daraus einen anderen Lebensweg zu gestalten.

An ihrem 36. Geburtstag erhielt Dr. Huang Mei eine radikale Wendung des Lebens: die Diagnose eines fortgeschrittenen Krebses. Fast zeitgleich zerbrachen auch zentrale persönliche Beziehungen. Körper, Emotionen und Lebensstruktur wurden gleichzeitig an ihre Grenzen geführt.

Angesichts dieses Schicksals entschied sie sich nicht für Rückzug oder Verschlossenheit.

Im Gegenteil:
Gerade in dieser extremen Lebenserfahrung öffnete sich ihr Leben neu. Ihre berufliche Entwicklung nahm Fahrt auf; sie erlebte eine reifere Ehe und eine wahrhaftige Liebe.
Sie kehrte bewusst in den Körper zurück – durch Bewegung, Eislaufen, Skifahren und Wassersport – und erlebte den Fluss des Lebens neu durch Kraft, Geschwindigkeit und Präsenz.

Dies war kein Zufall. In ihrem Verständnis wurde sie von einer starken inneren Kraft getragen: einer anhaltenden Sehnsucht nach Kunst, Schönheit und den Möglichkeiten des Lebens.

@XIAOJING MA
Dem Tod entgegen – dem Leben zugewandt

Offenes Leben, offene Kunst

Dr. Huang Mei ist überzeugt:
Leben darf nicht eingeschlossen sein – Kunst ebenso wenig.

Ihre künstlerische Haltung wurzelt in konkreten, realen Lebenserfahrungen.
Körper, Verletzlichkeit, Begrenzung und Transformation sind für sie keine abstrakten Begriffe, sondern Zustände, die erfahren, reflektiert und kontinuierlich bearbeitet werden.

In diesem Sinne ist Kunst nicht bloß die Präsentation von Werken, sondern ein Prozess von Erfahrung, Wahrnehmung und Dialog – eine Möglichkeit, die Beziehung zwischen Selbst und Welt neu zu erfahren.

Gerade deshalb bleibt ihre künstlerische Praxis offen und tritt in einen fortlaufenden Austausch mit Menschen unterschiedlicher kultureller und sozialer Hintergründe.

Die Entstehung von 720°+ MMAE

720°+ MMAE ist keine Galerie im klassischen Sinne, sondern ein experimenteller Kunstraum, der Kunst, Meditation, körperliche Erfahrung und gesellschaftliche Fragestellungen verbindet.

Der Raum ist aus der langjährigen künstlerischen Praxis und den Lebenserfahrungen von Dr. Huang Mei hervorgegangen. Er wurde geschaffen, um ein Umfeld zu bieten, das zugleich professionell und offen ist – in dem Kunst nicht nur betrachtet, sondern erlebt, geteilt und im Austausch wirksam wird.

Es handelt sich um einen privat initiierten Kunstraum mit klarem gemeinnützigem Anspruch, der Menschen unterschiedlicher Hintergründe offensteht.

Langfristiges Lebenskunst-Projekt

„Das dritte Auge“

„Das dritte Auge“ ist ein langfristiges fotografisches Kunstprojekt,
initiiert von Dr. Huang Mei und tief in ihrer eigenen Lebenserfahrung verwurzelt.

Ausgehend vom Körper als zentralem Bezugspunkt nutzt das Projekt den Stomabeutel als hochgradig körperliches Objekt und visuelles Medium.
Durch Fotografie und kontinuierliche künstlerische Arbeit untersucht das Projekt Formen des Sehens, körperliche Erfahrung sowie gesellschaftliche Vorstellungen von „Normalität“.

Im Sommer 2025 lernte Dr. Huang Mei in Berlin die Fotografin Ma Xiaojing kennen, mit der sie diese Werkserie gemeinsam weiterentwickelte.
Zwischen 2025 und 2026 sollen 100 ausgewählte Arbeiten entstehen,
die durch Ausstellungen und öffentliche Präsentationen kontinuierlich sichtbar gemacht werden.

Dieses Projekt ist nicht nur eine Serie von Bildern, sondern eine fortlaufende Praxis der Lebenskunst.

Kunst ist kein Mittel zur Flucht vor der Realität, sondern eine Fähigkeit, dem Leben zu begegnen, den Körper zu verstehen und Wahrnehmung neu zu gestalten.

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